Film & Diskussion: Water Makes Money

Water Makes Money – Kämpfe um die Grundlage des Lebens

13. Februar 2013, 19:00 Uhr – Freier Eintritt

Attac Graz und spektral laden zur Filmvorführung mit anschließendem Publikumsgespräch.

Wasser ist neben der Luft, die wir atmen, das wichtigste Element für den Menschen und die Tier- und Pflanzenwelt. Am 27. Juli 2010 wurde der Zugang zu sauberem Trinkwasser von der Vollversammlung der UNO in die allgemeine Erklärung der Menschenrechte aufgenommen. Und doch wird das Wasser zunehmend den Geschäftsinteressen privater Konzerne unterworfen, die ausschließlich dem Wohl ihrer Aktionäre verpflichtet sind. Das ist keineswegs nur ein Problem der Entwicklungsländer, sondern auch der reichen Industriestaaten. Der Dokumentarfilm Water Makes Money zeigt, dass die unternehmerischen Risiken den Steuerzahlern aufgebürdet werden, der Gewinn aber privatisiert wird. Und er zeigt, wie es in etlichen Regionen gelungen ist, die Selbstbestimmung über das Lebenselixier Wasser zurück zu holen.

Schon vor der Premiere von „Water Makes Money” hatte es Hinweise gegeben, dass einer der größten globalen privaten Wasser-Konzerne, Veolia, versuchen werde, den Film mit einer einstweiligen Verfügung am Erscheinen zu hindern. Dem begegneten die Filmemacher mit einer gleichzeitigen Premiere in 150 europäischen Städten.

Nun strengt Veolia eine Klage gegen den Film an. Am 14.02.2013 beginnt um 13h30 im Pariser Justizpalast der Prozess des Veolia-Konzerns gegen den Film Water Makes Money. Angeklagt sind der französische Vertrieb La Mare aux Canards und der zentrale Protagonist des Films, der Veolia – Mitarbeiter Jean-Luc Touly.

Veolia bestreitet zum einen Jean-Luc Toulys Behauptung, der Konzern habe ihm eine Million Euro geboten. Zum anderen ist die Verwendung des Begriffs „Korruption” angeklagt. Nicht die im Film gezeigten Fakten werden in der Anklage bestritten, nur mit dem strafrechtlich relevanten Wort „Korruption” hätte man es nicht benennen dürfen. Veolia ist der Hauptsponsor der EU-Plattform „Abwasser und Technologie“ und stellt dort auch den Vizepräsidenten und weitere zwei Mitglieder. Dieses Gremium berät die EU-Kommission bei der Auswahl von Forschungsprojekten, deren Förderung Veolia selbst beantragt.

Aufgrund des Prozesses wird es wieder an zahlreichen Orten Filmvorführungen von „Water Makes Money“ geben und der Film auf ARTE wiederausgestrahlt um die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Verfahren und das Vorgehen von Veolia zu lenken.

Im Anschluss an den Film wird es ein Publikumsgespräch mit Michael Grandinger, Vorsitzender der Personalvertretung der MA 31 (Wasser Wien) und österreichische Kontaktperson für die Europäische Bürgerinitiative (EBI) „Wasser ist ein Menschenrecht“ geben. Diese EBI ist unter anderem gegen die Liberalisierung der Wasserwirtschaft gerichtet und läuft noch bis Oktober 2013 – http://www.right2water.eu/de

In Zusammenarbeit mit Attac Graz. Rückfragen an: graz [et] attac . at

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