Kollektives Zentrum Hamburg

Gerade über das kollektive Zentrum (koZe) in Hamburg gestolpert, die ein schönes Rundgang/Doku-Video gemacht haben. Zu sehen sind die Räumlichkeiten in einer ehemaligen Schule im Münzviertel, die auf 8000m2 Platz und Möglichkeiten zum Ausprobieren, Machen und Aktivwerden bieten – alles nichtkommerziell und für Interessierte Leute zugänglich.

Neben großem Innenhof gibt es einen Siebdruckbereich, Sportraum, Bar, Büros, Veranstaltungsraum, Fahrradwerkstatt, ein in Aufbau befindliches Raumschiff (!) und einiges mehr zu entdecken.

Leider ist das koZe akut in seiner Existenz bedroht. In der Pressemitteilung vom 02.09.2015 wird erklärt, dass das Gelände abgerissen werden soll und die ersten Schritte schon durchgeführt wurden.

Die grundsätzlich gute und unterstützenswerte Idee der Hamburger Finanzbehörde ein Winternotprogramm für Wohnungslose zu errichten, trägt in dem Zusammenhang einen mehr als bitteren Beigeschmack.

Warum soll ein bereits bestehender, aktiv genutzter und zugänglicher Platz, abgerissen werden? Warum gibt es keine Kooperation mit dem koZe, das bereits u.a. mit MigrantInnen zusammenarbeitet und auch Gespräche mit der Stadt gesucht hat? Warum werden für solche Vorhaben nicht brachliegende/ungenutzte Flächen genutzt?

Es gibt Fragen über Fragen. Wir wünschen auf jeden Fall viel Kraft und hoffen, dass nicht ein weiterer Freiraum der kapitalistischen/behördlichen Willkür erliegt!

Mehr zum und über das koZe gibt es hier und im Twitterfeed.

[via ostblog]

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